Spar24.de

Sparen ist die beste Einnahme!

Kostenlose Servicenummer:
0800 142 5 367 Montag bis Freitag 8:00 – 20:00 Uhr

Alle Welt zittert vor der Eurokrise. Immer größere Rettungspakete werden verabschiedet. Aber ist es wirklich die Eurokrise, vor der die Welt Angst hat oder ist es nicht vielleicht doch eine viel größere Angst, die die Welt zittern lässt? Eine Angst, die die Euroeinführung erst möglich gemacht hat und eine Angst, die jetzt immer absurdere Rettungsmaßnahmen auftauchen lässt.Die Angst vor der Deutschen Mark.

D-Mark als Wohlstandsgarant

Viele können sich noch an die gute Deutsche Mark oder DM erinnern. Stark, sicher und ein Wohlstandsgarant. Die Deutschen waren stolz auf ihre Währung. Alle anderen Länder blickten neidisch auf Deutschland und fragten sich: Wie haben es die Deutschen geschafft, so eine starke Währung zu schaffen? Gleichzeitig machte die Deutsche Mark den anderen Ländern aber auch Angst. Angst vor einem wieder erstarkenden Deutschland. Angst davor, dass Deutschland mit seiner Währung die ganze Welt aufkauft. Nicht ohne Grund hatte ein französischer Politiker Ende der 80er Jahre die Deutsche Mark als „Atomwaffe Deutschlands“ bezeichnet. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass Frankreich für die Zustimmung zur Wiedervereinigung das Einverständniss der Deutschen verlangte, ihre D-Mark aufzugeben. Warum aber hatten alle soviel Angst vor der D-Mark?

D-Mark stark – alle anderen schwach

Nun gehen wir einmal zurück in die Vor-Euro Zeit. Die Devisen schwankten vor der Währungsunion erheblich. Der französische Franc wertete beispielsweise jährlich 0,37 % gegenüber dem US-Dollar ab. Die D-Mark wertete im Jahr dagegen rund 2,5 % auf. Die italienische Lira wertete durchschnittlich um 3,1 % p.a gegen den US-Dollar ab und die spanische Peseta verlor rund 4,1 % im Jahr. Und das seit dem Ende des Bretton Woods Abkommens Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Währungsabwertungen sind immer eins: Verlust von Wohlstand. Das heißt, die Länder die abgewertet haben, haben jährlich an Wohlstand verloren und die, die aufgewertet haben, die haben an Wohlstand gewonnen. Das bedeutet also: Während der deutsche Wohlstand immer größer geworden ist, mussten Länder wie Frankreich, Italien oder auch die USA und Großbritannien immer mehr Wohlstandsverluste in Kauf nehmen. Und das obwohl man doch Deutschland zwei mal besiegt hatte. Da muss doch was gemacht werden.

Die Europarty – Deutschland wird kranker Mann

Also ließ man sich quasi ein neues Bretton Woods einfallen: Man nannte es Euro. Und da die Deutschen da nie mitgemacht hätten, wurden sie erst gar nicht gefragt. Was bedeutete nun der Euro? Nun, plötzlich waren alle Länder auf dem Kapitalmarkt gleichgestellt. Endlich konnten sich die Griechen und die Italiener zum gleichen Kurs finanzieren wie die Deutschen. Das hatte folgendes zur Konsequenz: Bedingt durch das künstlich hergestellte Zinsniveau begann eine riesige Party in den bisherigen Weichwährungsländern. Aber einer musste diese Party auch bezahlen. Und dafür gab es nur einen Kandidaten: Deutschland. Denn Deutschland hatte bis zur Euroeinführung zwei wesentliche Wettbewerbsvorteile: Eine stabile und stetig aufwertende Währung und ein, relativ gesehen, niedriges Zinsniveau bei niedriger Inflation. Mit der Euroeinführung hat Deutschland diese Vorteile zugunsten der anderen Euroländer aufgegeben. Dies hatte zur Folge, dass jetzt neues Kapital nicht mehr in Deutschland investiert wurde, sondern im Rest von Europa und es wurde massenhaft Geld aus Deutschland zu Gunsten der ehemaligen Weichwährungsländer abgezogen. Man geht davon aus, dass seit 2002 rund 1,1 Billionen Euro aus Deutschland abgeflossen sind. Ein unglaublicher Aderlass, der Deutschlands Wirtschaft massiv schwächte. Sie erinnern sich: Deutschland wurde ab 2001/2002 der “kranke Mann Europas” genannt. Und genau diese Kapitalabflüsse waren der Grund dafür. Denn während die anderen Länder, auf Kosten Deutschlands, eine Party nach der anderen feierten, mussten die Deutschen Wohlstandsverluste in Kauf nehmen. Aber irgendwann ist jede Party einmal vorbei und der große Kater setzt ein. Das passiert gerade in Europa.

Europarty ist vorbei – Der Eurokater macht sich breit

Wenn diese Länder jetzt noch ihre eigenen Währungen hätten, würden Sie diese massiv abwerten und das Ausland würde dann die Zeche zahlen. Das geht aber nicht mehr, denn sie haben ja den Euro. Also sucht sich de Markt dafür einen anderen Kanal: Wissen sie welchen? Schauen Sie sich einmal die Renditen der Staaten wie Italien oder Spanien an. Wäre die Einführung des Euros nicht gewesen, hätte beispielsweise die Lira gegen die D-Mark rund 55 Prozent abgewertet. Die Peseta hätte um rund 49 Prozent abgewertet. Schaut man auf die Renditen der Staatsanleihen, sieht man genau: Die Renditen sind ungefähr im gleichen Maße gestiegen wie die Währung abgewertet hätte. Das Kapital hat sich also ein anderes Ventil gesucht. Statt die Währungen zu verkaufen, wurden die Anleihen verkauft. Ein ganz normaler Vorgang.
Was hat dies für Konsequenzen? So ein Renditeanstieg sagt eigentlich nur aus, dass aus dem jeweiligen Land Kapital abgezogen wird. Und wo geht dieses Geld hin? Richtig! Es fließt in Länder wie Deutschland. Denn während die Renditen der Weichwährungsländer steigen, fallen die Renditen Deutschlands im gleichem Ausmaß. Kapital fließt also nach Deutschland. Und genau dies soll jetzt verhindert werden.

Kapitalabfluss nach Deutschland soll gestoppt werden

Die ganzen Rettungspakete sind nur für einen Zweck geschaffen worden: Das Kapital soll nicht aus den restlichen Euroländern abfließen und nach Deutschland strömen. Und diese Verhindern des Kapitalabflusses soll Deutschland auch noch mitbezahlen. Man will den Deutschen gern ein schlechtes Gewissen einreden: Ihr profitiert von der Eurokrise. Aber dass wir vorher 10 Jahre für die Europarty der anderen bezahlt haben, davon spricht keiner. Im Gegenteil, man will den Deutschen sogar einreden, dass sie schuld sind an der Eurokrise weil sie wirtschaftlich zu stark sind. Heisst: Deutschland ist schuld und muss zahlen.

D-Mark Angst geht um – ESM soll Deutschland erpressen

Den Deutschen wird aber langsam immer klarer, dass sie durch die Aufgabe der D-Mark ziemlich über den Tisch gezogen wurden. Immer lauter werden die Rufe nach einer Rückkehr der D-Mark. Und genau davor hat die restliche Welt Angst. Denn eine Rückkehr zur D-Mark würde dafür sorgen, dass die Kapitalabflüsse aus den Weichwährungsländern immer weiter gehen würden und damit zementiert werden. Aber nicht nur Kapital aus den Südländern Europas würde abfließen. Auch Geld aus Amerika oder Asien würde nach Deutschland strömen und die anderen Volkswirtschaften bluten lassen. Das muss verhindert werden. Und genau dafür soll der dauerhafte Rettungsschirm ESM installiert werden. Die Deutschen sollen erst gar nicht die Chance haben, ihre D-Mark einzuführen. Und wenn sie es doch wollen, dann sollen sie durch Haftungen und Garantien dafür bezahlen, dass es für sie volkswirtschaftlicher Selbstmord wäre, wieder die D-Mark einzuführen.

D-Mark gut für Deutschland – schlecht für den Rest

Eine Einführung der D-Mark würde bedeuten, dass wieder dauerhaft massiv Kapital nach Deutschland fließt und dass die Deutschen relativ billig an Rohstoffe kommen. Deutschland ist eine Exportnation und die Beschaffung von billigen Rohstoffen wäre ein unglaublicher Wettbewerbsvorteil für Deutschland. Und die Deutschen könnten in der Welt auf Shoppingtour gehen. Sie könnten Firmen, Immobilien und Waren aus aller Welt kaufen und so wirtschaftlich immer stärker werden. Der wirtschaftliche und politische Machteinfluss von Deutschland in der Welt würde steigen. Es ist nämlich ein Ammenmärchen und Totschlagargument, dass Deutschland durch den Euro massiv profitiert hat. Der Gegenteil ist und war der Fall. Der Exportanteil der deutschen Wirtschaft nach Euroland ist seit 2002 nicht signifikant gestiegen. Wohl aber in den Rest der Welt. Und der restlichen Welt ist es eigentlich herzlich egal, ob sie mit Euro oder D-Mark bezahlen. Die D-Mark war für die deutsche Wirtschaft eine ständiges Konjunkturprogramm. Ständig musste die deutsche Wirtschaft die stärker werdende D-Mark durch Effizienzsteigerung und Produktivität ausgleichen. Auf der anderen Seite konnte die deutsche Wirtschaft aber Rohstoffe, relativ gesehen, billiger einkaufen als die Konkurrenz. Und das war ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

ESM soll Deutschland dauerhaft schwächen

Und genau aus den obigen Gründen hat der Rest der Welt, aber insbesondere die anderen europäischen Staaten Angst davor, dass Deutschland die D-Mark – ihre Atomwaffe – wieder einführt. Um das dauerhaft zu verhindern und um einen dauerhaften Kapitalzufluss an die Weichwährungsländer zu garantieren, sollen die ganzen Rettungsmaßnahmen wie ESM, Fiskal- oder Bankenunion installiert werden. Deutschland soll dauerhaft geschwächt werden im Konkurrenzkampf um Kapital und Wohlstand.

Deswegen fordern wir:

Stoppt den Eurowahnsinn

  • Notfallplan für die Deutsche Bank? 28.09.2016  – Seit Tagen hält sich das Gerücht über Staatshilfen für die Deutsche Bank. In einem Zeitungsbericht heißt es nun, dass die Bundesregierung einen Notfallplan vorbereite, der jedoch aus Berlin dementiert wird. Wo ... weiterlesen
  • Bargeldverbot?! 20.05.2015  – Die derzeitige Diskussion um die bevorstehende Abschaffung des Bargelds soll die Sparer und Verbraucher zwingen, ihr Geld in den Konsum zu stecken. Diese Diskussion belegt einmal mehr, dass die gesamte ... weiterlesen
  • Der Sturzflug des Euro 16.03.2015  – Mit atemberaubender Geschwindigkeit nähert sich der Euro der Parität mit dem Dollar. Selbst dem größten Profiteur, der Exportwirtschaft, ist das nicht mehr so lieb. Experten und Kritiker sehen sogar einem ... weiterlesen
  • Bernd Lucke (AFD) : Die EZB begeht Vertragsbruch 19.07.2013  – Seit Jahren schwelt die Eurokrise in Europa. Immer mehr Rettungsmilliarden werden in die Pleitestaaten in Südeuropa gepumpt und ein Ende ist nicht absehbar. Im Jahr 2013 hat sich in Deutschland ... weiterlesen
  • Sparen: Das Märchen von sparsamen Staaten 05.03.2013  – Griechenland spart, Spanien spart, Italien spart und Portugal sowieso. Alle Länder Europas sparen. Und die Bevölkerung soll auch sparen. Die Politiker und Journalisten werden nicht müde, dies immer wieder zu ... weiterlesen

Alle Eurokrise-News