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Obwohl für den Endverbraucher die Strompreise immer weiter steigen, ist der Strompreis an der Strombörse Leipzig auf Rekordtief. Bei allen Gütern bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis für die Verbraucher. So ist es eigentlich auch bei den Energiepreisen.
Hier funktionieren Angebot und Nachfrage ganz gut, denn es gibt auf dem deutschen Markt ein erhebliches Überangebote an Strom, wodurch die Strompreise für Großabnehmer immer weiter sinken. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom kostete auf dem Terminmarkt erstmals seit 2005 wieder unter 4-Cent.

Zuviel Stromproduktion

Die Ursache für die niedrigen Großhandelspreise ist auf das Überangebot auf der Produktionsseite zurück zu führen. Obwohl Experten vor Engpässen nach Abschaltung einiger Atomkraftwerke warnten, konnte ein Mangel an Strom fast nie ausgemacht werden.
Vielmehr sorgt ein zu großes Angebot beim Ökostrom (vor allem aus Windenergie) dafür, dass die Strompreise im Großhandel sinken. Es gab sogar schon einmal Negativpreise, was nämlich dann eintritt, wenn mehr Strom im Netzt verfügbar ist, als verteilt werden kann.
Der Endverbraucher kann aber von negativen Strompreisen nur träumen.

Falsche Einschätzung der Energiewende

Unter den Fachleuten gilt gemeinhin als erwiesen, dass der Ausbau der Stromnetze vorangetrieben werden muss, damit der steigende Zuwachs an Ökostrom aufgenommen werden kann. Dennoch wurde die Situation an einigen Stellen offenbar falsch eingeschätzt.
Wichtig ist vor allem die Verteilung der Energie, denn in Süddeutschland gibt es kaum Windkraftanlagen, obwohl dort der Energiebedarf nach Abschaltung der Atomkraftwerke weiterhin sehr groß ist und bleibt.
Das Hauptproblem beim Ökostrom ist nämlich, dass er nicht grundlastfähig ist. Manchmal kommt es zu Überkapazitäten, während an anderen Tagen Flaute herrscht oder zu wenig Sonnenstunden kaum Energie produzieren.
Der Verbraucher will aber immer den Strom aus der Steckdose, wenn er ihn braucht.

Stromanbieter durch Verbraucher unter Druck setzen

Leider profitieren die Endverbraucher nicht von dieser Entwicklung, weil diese über die sekundären Abgaben (Stromsteuer, Mehrwertsteuer) immer stärker belastet werden.
Durch regelmäßigen Strompreisvergleich und gesteigerten Wechselwillen kann der Verbraucherdruck auf den Markt erhöht werden.
Somit hat es jeder Verbraucher selbst in der Hand, wie seine zukünftige Stromrechnung ausfällt.

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