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Auch die deutsche Industrie macht sich Sorgen über die steigenden Strompreise. Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), fordert eine Korrektur der Energiewende. Dabei denkt er in erster Linie an die Privilegien für den Öko-Strom. Der Einspeisevorrang für erneuerbare Energien erfordere einen dringenden Leitungsausbau. Er schlägt deshalb vor, den Anspruch an weitere Solaranlagen zu relativieren und dadurch vorerst 40 Prozent oder mehr an Kosten für die Infrastruktur zu sparen. Damit könne die Industrie Zeit gewinnen, um die dafür notwendige Technik zu errichten. Der Industriepräsident fordert weiterhin von der Politik in Hinblick auf die Strompreise mehr Ehrlichkeit.

Schwerpunkte der Energiewende müssen mehr aufeinander abgestimmt werden

Bereits im Mai 2012 sprach sich der BDI für eine neue Ausrichtung der Solarförderung aus. Die Politik solle ihr eine neue Richtung geben, sagte der Hauptgeschäftsführer des BDI, Markus Kerber. Die Solarförderung solle sich mehr auf neue Innovationen konzentrieren. Der unkontrollierbare Zuwachs an förderfähigen Solaranlagen sorge für eine beständige Kostenentwicklung in den nächsten Jahren. Der Schwerpunkt der Energiewende solle sich mehr darauf richten, alle notwendigen Bereiche wie die Erneuerbaren Energien, weitere Kraftwerke, der Netzausbau sowie die Energieforschung und -optimierung besser aufeinander abzustimmen. Damit die Energieversorgung bezahlbar bleibt …

Strompreise gestiegen

Seit 2009 stieg der Preis für eine Kilowattstunde Strom – betrachtet wurde der gesetzliche Grundversorgungstarif – um etwa 13 Prozent, stellt “Euro am Sonntag” fest. Ein Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlich 4000 kWh jährlich zahle heute 125 Euro mehr als im Jahr 2009. Als Hauptgrund nennt die Zeitschrift höhere Umweltabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie weitere staatliche Auflagen.

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