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Der Strompreis könnte in Deutschland für viele Verbraucher spürbar sinken. Das ist das Ergebnis einer veröffentlichten Studie im Auftrag des Thinktanks Agora Energiewende. Allerdings müssten dazu die Ausnahmen der Industrie von der EEG-Umlage deutlich eingeschränkt werden.

EEG – Umlage novellieren und beschränken

Die EEG – Umlage wird auf den Strompreis aufgeschlagen, um erneuerbare Energien zu fördern. Viele Industrien sind zum Teil ganz oder teilweise davon befreit, was die Kosten für die verbleibenden Verbraucher nach oben treibt. Diese Ausnahmen gelten für 168 Wirtschaftszweige. Würden diese auf etwa 15 beschränkt, dann könnte die EEG-Umlage  Agora zu Folge von 6,2 auf 5,0 Cent pro Kilowattstunde sinken. Das wären etwa 70 € Ersparnis für ein Durchschnittshaushalt mit rund 3.500 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr.

Die Idee zur Beschneidung von Industrie-Privilegien ist nicht neu. Nun besteht jedoch die  Chance, dass der jüngste Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine besondere Aufmerksamkeit findet. Dass Gabriel das Konzept eins zu eins umsetzt, ist aber wenig wahrscheinlich. Sinkende Strompreise hatte er vor kurzem noch für unrealistisch erklärt und allenfalls eine Verlangsamung des Anstiegs in Aussicht gestellt.

Weiterhin hat Gabriel die Rabatte für die Industrie in seiner Antwort auf die Einleitung eines Beihilfeverfahrens der Europäischen Union gegen die Industrie-Rabatte kürzlich befürwortet. Diese dienten der Sicherung von rund 70.000 Arbeitsplätzen und würden die Nachteile deutscher Unternehmen im Vergleich zu  ausländischen Wettbewerbern ausgleichen. Wann das Ministerium jedoch ein eigenes Konzept vorlegen will, ließ das Ministerium gänzlich offen. Damit Ausnahmen fürs nächste Jahr nicht gefährdet seien, müsse bis zum Sommer eine Lösung gefunden sein.

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