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Nach einem ersten Okay, stellte er sich wieder quer. Der Blockade-Kurs des bayrischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer (CSU), droht beim Netzausbau teuer zu werden. Die Rechnung würden einmal mehr die deutschen Stromkunden zahlen. Bayerns Blockade gegen den Netzausbau könnte die Stromkunden in Zukunft ca. 100 Millionen Euro im Jahr kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine in Berlin vorgestellte Studie für die Strombörsen EEX und EPEX Spot.

Preiszonenaufteilung für Strompreise

Ohne Höchstspannungsleitungen für den Transport des in Nord- und Ostdeutschland erzeugten Windstroms in den Süden der Republik, müsste man den deutsch-österreichischen Strommarkt in zwei Preiszonen aufteilen. Es gäbe dann eine im Norden bis hin zum Ruhrgebiet und der thüringisch-bayerischen Landesgrenzen und eine für den Süden. Da es keine Alternativen in der Transportmöglichkeiten gibt, müssten im Süden neue Kapazitäten geschaffen werden. Preistreibend bei kleineren Preiszonen käme nach einer Studie des Beratungsunternehmens Consentec hinzu, dass mit weiteren Unsicherheiten und damit verbundenen Eingriffskosten in den Netzbetrieb zu rechnen wäre. Dies macht sich erforderlich, da Wetterschwankungen und eine ungleichmäßige Ökostromproduktion schlecht ausgeglichen werden können.

Stromangebote ausgleichen

CSU-Chef Seehofer hatte vor zwei Jahren zwei große „Stromautobahnen“ in den Süden gebilligt. Nun will er jedoch nach Bürgerprotesten eine Revision anstrengen. Offen bleibt dabei, ob eine Ost-West-Trasse von Sachsen-Anhalt bis in den Raum Augsburg gebaut wird. Es gibt nämlich viel Strom im Norden und eine große Nachfrage im Süden. Eine Zeit lang wäre dies steuerbar. „Aber wir müssen mit dem Netzausbau diese unsägliche Situation korrigieren.“ So Dirk Biermann vom Netzbetreiber 50 Hertz.

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