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Das Girokonto bei der Hausbank wird auch oft für einen unkomplizierten Kredit von den Bankkunden genutzt. Der Dispositionskredit ist eine praktische Angelegenheit, die schon oft geholfen hat, wenn es eng im Portemonnaie wird. Wo aber liegen heute die Zinsen für einen Dispositionskredit? Dieser Frage widmete sich eine aktuelle Studie des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Beantwortet wurde sie mit der Feststellung, dass die Dispozinsen immer noch zu hoch seien. Die Einnahmen der befragten Banken überstiegen die Kosten dafür bei weitem. Die “Studie zu Dispozinsen / Ratenkrediten” wurde vom Institut für Finanzdienstleistungen e. V. und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH erstellt.

Zwischen 6 und 14 Prozent

Die Financial Times veröffentlichte kürzlich eine Übersicht zu aktuellen Dispozinsen bei den einzelnen Geldinstituten. Danach berechnen Filialbanken ihren Kunden zwischen 7,5 und 13,3 Prozent. Zu den Spitzenreitern gehören hier die PSD Band, die Sparda-Bank und die Targobank. Bei den Onlinebanken sind es zwischen 6,9 und 10,2 Prozent. Die besten Dispozinsen findet man online bei der DAB Bank, der PSD Bank und der DKB Deutsche Kreditbank. Im allgemeinen beträgt das von der Bank zugebilligte Kreditlimit etwa das zwei- bis dreifache des monatlichen Nettoeinkommens.

Gesetzliche Obergrenzen gefordert

Verbraucherschützer verstehen die hohen Dispozinsen nicht, da sich die Banken derzeit Geld zu äußerst günstigen Zinskonditionen beschaffen können. Deshalb fordern sie gesetzliche Obergrenzen. Bankkunden hingegen bedienen sich trotz der hohen Zinsen häufig bei ihrem Dispokredit. 24 Prozent der Bankkunden haben 2012 bereits ihr Girokonto überzogen, konnte das Forsa-Institut in einer Umfrage ermitteln. Dabei verfügen etwa 80 Prozent der Bevölkerung über diese Form eines Kreditrahmens. Die Autoren der Studie äußerten sich kritisch zu den hohen Zinsen für einen Dispositionskredit. Dafür gäbe es nicht die geringste Veranlassung, zumal die Ausfallquote beim Dispokredit wesentlich besser als beim deutlich kostengünstigeren Ratenkredit beziffert ist. Bankkunden seien deshalb besser beraten, auf einen Ratenkredit zuzugreifen, statt ihren Dispokredit anzuzapfen.

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