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Des Deutschen liebstes Kind in der Geldanlage ist immer noch das Sparbuch. Aber das Tagesgeld wird immer beliebter, und auch das Bausparen wird deutlich mehr genutzt. Bereits jeder zweite Deutsche verfügt neben seinem Girokonto auch über ein Tagesgeld-Konto. Damit gehört das Tagesgeld zu den drei beliebtesten Anlageformen in Deutschland. Vor etwa zehn Jahren entdeckten zuerst Unternehmen diese Möglichkeit, ihre Gelder auf einem Tagesgeld-Konto gewinnbringend zwischen zu lagern.

Tagesgeld oder Festgeld

Vor allem jedoch sei das Tagesgeld deshalb so beliebt geworden, weil alternative Anlagemöglichkeiten auf dem Markt fehlen, schreibt das Handelsblatt. Der Anleger sei ratlos und wisse nicht, wohin mit seinem Geld. Etwa 300 Milliarden Euro sollen auf deutschen Tagesgeldkonten lagern. Im Durchschnitt erhält der Anleger heute 1,4 Prozent Zinsen für eine Anlage über 5.000 EUR. Sicher bezahlen einige Finanzinstitute mehr, aber nur ganz wenige mehr als 2,0 Prozent. Um bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 4 Prozent noch Gewinn zu erwirtschaften, müssten mehr als 4 Prozent Zinsen für die Geldanlage gezahlt werden. Das ist aber zur Zeit selbst mit Festgeldkonten höchst selten zu erreichen.

Sparbuch

Nur wenn man eine größere Summe für fünf Jahre und länger auf ein Festgeldkonto parkt, lässt sich der Geldwert erhalten. Besonders gute Angebote gibt es in der Regel nur für Neukunden, zeitlich befristet und ab einer bestimmten Anlagesumme. Bundeswertpapiere werden in Kürze für Privatanleger nicht mehr verfügbar sein, und Bundesobligationen nur noch bis 2017. Dann kommt in der Beliebtheitsskala bereits das Sparbuch. Fast jeder Sparbuchbesitzer muss sich allerdings mit weniger als zwei Prozent Zinsen zufrieden geben und dafür drei Monate Kündigungsfrist in Kauf nehmen. Ganze zwei Drittel der Deutschen legen ihr Geld – nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland – auf ihr Sparbuch.

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