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Eine Verordnung von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erlaubt den Verbrauchern genaue Einblicke in die Kostenzusammensetzung ihrer Strom- und Gasrechnung. Die Verordnung tritt heute in Kraft.

Die Tage, in denen Strom- und Gasanbieter Preiserhöhungen mit höheren Steuern und Gebühren erklären konnten, sind vorbei. Die Verordnung des Wirtschaftsministers verlangt eine klare Kostenaufstellung für den Verbraucher. Netzentgelte, Steuern und Gebühren müssen ab jetzt einzeln aufgelistet werden. Diese Verordnung betrifft Verbraucher im Grundversorgungstarif, also etwa ein Drittel der deutschen Haushalte.

Für den Verbraucher bedeutet dies, dass er bei Strom- und Gaspreiserhöhungen genau erkennen kann, zu welchem Anteil der Staat über Steuern und Gebühren für die höheren Preise verantwortlich ist und inwieweit der Anbieter selbst die Preise angezogen hat. Der Verbraucher ist dadurch erstmals in der Lage, die Preise der Anbieter auf Grundlage der sogenannten „gläsernen Rechnung“ vergleichen zu können.

Verordnung verspricht mehr Wettbewerb auf dem Strommarkt

Besser informierte Kunden können dank der gläsernen Rechnung ihre Strom- und Gasanbieter aufgrund nachvollziehbarer Zahlen vergleichen. Trotz eines liberalen Strommarktes sind knapp zwei Drittel der Haushalte bei ihrem alten Anbieter geblieben. Die transparente Rechnung verspricht mehr Wettbewerb unter den Anbietern, um die Kunden zu halten. Ob dies in Zukunft zu geringeren Preiserhöhungen auf dem Gas- und Strommarkt führt, wird sich zeigen.

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