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Nun wollen auch die Japaner frisches Geld in ihre Wirtschaft bringen, wie es bereits die EZB und die US-Notenbank Fed vorgemacht haben. Die japanische Notenbank bringt somit mehr Geld in Umlauf, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Die Notenbank von Japan weitet ihren Ankauf von Wertpapieren auf umgerechnet rund 97 Milliarden Euro aus, teilte sie am Mittwoch in Tokio mit. Diese Maßnahme ist die Reaktion auf die sich eintrübenden Konjunkturaussichten. Japan als Exportnation leidet stark unter der Schuldenkrise in Europa. Des Weitern droht sich der Inselstreit mit ihrem wichtigsten Handelspartner China zu einer neuen Belastung auszuweiten. Es wurden schon unzählige Geschäfte und Fabriken in der Volksrepublik China von japanischen Konzernen geschlossen. Als nächster Schritt wird nun die geldpolitische Lockerung der chinesischen Zentralbank erwartet.

Erst vorige Woche hatte die Fed angekündigt, jeden Monat für 40 Milliarden Dollar Immobilienpapiere zu kaufen. Dem vorausgehend hatte die Europäische Zentralbank (EZB) beschlossen, unbegrenzt Staatsanleihen kriselnder Euro-Länder zu erwerben und dies als sinnvoll eingestuft.

Reaktion der Märkte

Die Reaktion der Märkte verlief positiv auf den Beschluss der Bank of Japan. In Tokio konnte der Nikkei-Index 1,2 Prozent höher bei 9232 Punkten schließen. Auch in Hongkong, Taiwan, Singapur und Australien schossen die Kurse nach oben. Japans Finanzminister Jun Azumi begrüßte diese Maßnahme. Sie sei mutiger als erwartet ausgefallen. Auch Ökonomen äußerten sich positiv. Auf den tiefsten Stand seit einem Monat fiel hingegen der Yen im Vergleich zum Dollar. Der Anstieg der heimischen Währung hat die Exporteure damit zusätzlich belastet, weil ihre Waren damit im Ausland teurer wurden.

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