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Man kann die Strategie der EZB mögen oder nicht – aber eines ist klar: Die Europäische Zentralbank bildet Stabilität in Europa. Dieser oder jener Anleger auf dem Devisenmarkt greift bereits langsam wieder zum Euro. Sie setzen auf die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank in der Schuldenkrise und sehen eine Zukunft für Griechenland. Die Investmentbank Chevreux beispielsweise stuft europäische Finanzwerte, Aktien und Titel hoch. Allerdings wurden auch Finanzprodukte der Branchen Telekommunikation, Gesundheit sowie im Nahrungsmittelsektor abgestuft.

Privatbanken sprechen sich für eine EU-weite Banken-Holding aus

Auch in Deutschland sprechen sich immer mehr Politiker für ein stärkeres Eingreifen der EZB aus. Experten schätzen mittlerweile die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank, die ohne Autorisierung der EU-Staaten Staatsanleihen der Euro-Schuldenländer aufkauft. Deutsche Banken wollen sich der Bankenkontrolle der EZB unterstellen. Dafür stellte der Bankenverband deutscher Banken bereits eine Art Holding-Modell unter dem Dach der Europäischen Zentralbank vor. Diesen Vorschlag der Privatbanken lehnen Sparkassen und Genossenschaftsbanken zur Zeit noch ab.

Deutschland verdient an Griechenland-Hilfe

Dass die Milliardenhilfe an die EU-Schuldenstaaten nicht geschenkt, sondern verzinstes Geld ist, wird in den Medien oft verschwiegen. So, wie Griechenland gerade drei Milliarden Euro an die EZB zurückgezahlt hat, ist das auch für Deutschland ein gutes Geschäft. Insgesamt hat die Europäische Zentralbank bereits mehr als 200 Milliarden Euro in Staatsanleihen investiert. Werden die Staatsanleihen fällig, erhalten die Notenbanken Zinsen. Allein 2012 verdienen die Notenbanken daran 2,5 Milliarden Euro. Bis 2026 werden aus dieser Zahl etwa 12,7 Milliarden Euro. Die erhaltenen Gewinne schüttet die EZB an die Euro-Länder aus. Da Deutschland der größte Kapitalgeber an dieser Art von Schuldenhilfe ist, bekommt Deutschland davon den größten Anteil.

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